Bisher haben wir uns mit Partei bezogenen Äußerungen zurückgehalten. Alleine die Ankündigungen, welche die Grünen jüngst gegenüber der Morgenpost gemacht haben, veranlassen uns jetzt zu dieser Wutrede. Letzter Auslöser, dass uns der Kragen platzt, ist, dass wir als Bürgerinitiative von Anwohnenden die Grünen gerade wiedereinmal zum Gespräch eingeladen haben, um – Achtung – über Verkehrsberuhigung zu reden. Doch diese Einladung ist ebenfalls zum wiederholten Male unbeantwortet geblieben. Man redet einfach nicht mit uns, noch nie, hat aber sehr wohl weitreichende Vorstellung über unser Wohnumfeld und den Verkehr, den wir zu ertragen haben. Damit sind die Grünen die einzige demokratische Partei, die sich einem Gespräch über den Verkehr hier verweigern!
„Der Narrativ der menschengerechten Stadt missbraucht – eine Wutrede“ weiterlesenKategorie: Situation
Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße – Schlange Kiezblock 1.0
Die Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße, bekannter als die „Schlange“, hat in Teilen ein ziemlich schlechtes Image. Wobei. Was genau das schlechte Image hat, ist eigentlich ziemlich diffus. Das Wohngebäude? Oder eher der „Schlangenbader Tunnel“. Letzteres ist so schlecht, dass es tatsächlich Aktivisten in der Stadt gibt, die ihn abreißen wollen – und das Wohngebäude darüber gleich mit? Als „Fanal der autogerechten Stadt“ wird der Komplex bezeichnet und ist dort ziemlich negativ aufgeladen. Er wird auf die Verkehrsfunktion reduziert und kommt so gar nicht gut weg. Dass dort das Zuhause von rund 3.000 Menschen in 1.752 Wohnungen ist, die möglicherweise in einer Diskussion über Gut und Böse auch ein Wörtchen mitzureden haben; dass es Nachbarn neben und um „die Schlange“ herum gibt, für die dasselbe gilt? Es ist viel Unsinn über dieses Gebäude im Umlauf. Zeit, mal etwas aufzuräumen. Zeit auch, die Angelegenheit etwas differenzierter zu betrachten. Dass die Autobahnüberbauung ein „Fanal der autogerechten Stadt“ sei, ist – sachlich gesehen – Unfug. Dazu zurück zum Anfang.
„Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße – Schlange Kiezblock 1.0“ weiterlesenDer Breitenbachplatz – historischer Verkehrsknotenpunkt
Die Situation rund um den Schlangenbader Tunnel ist schon aus baulichen Gründen eng verknüpft mit der Brücke am Breitenbachplatz. Damit besteht auch eine enge Verknüpfung zur stadtplanerischen Entwicklung und Neugestaltung des Platzes, die in den kommenden Jahren anstehen soll und schon seit einigen Jahren Teil des gesellschaftlichen wie politischen Diskurses ist. Bisher wurde dieser Diskurs maßgeblich unter der Perspektive geführt, dass die Umgestaltung des Platzes zu allererst eine Angelegenheit ist, welche die Anwohnenden des Platzes und bestenfalls noch jene der Schildhornstraße etwas angeht. Tatsächlich ist der Breitenbachplatz aber Verkehrsknotenpunkt mehrerer Verbindungsstraßen übergeordneter Bedeutung. Als solcher haben Veränderungen am Platz selbst und unmittelbar um den Platz herum gravierende Auswirkungen nicht nur für den Platz und die örtlichen Gegebenheiten, sondern weit darüber hinaus.
„Der Breitenbachplatz – historischer Verkehrsknotenpunkt“ weiterlesenNegative Entwicklung des Radverkehrs
Anlässlich des Jahrestags der Tunnelsperrung lohnt auch ein Blick auf die Entwicklung des Fahrradverkehrs. Die negativen Entwicklungen sind deutlich. Es gibt rund um den Tunnel viele kleinere Nebenstraßen, die vor allem in Nord-Süd-Richtung vor der Tunnelsperrung gerne als Radstrecken genutzt wurden, ohne dass dort ausgewiesene Radwege oder -spuren vorhanden waren. Bei Nebenstraßen mit reinem Anwohnerverkehr war dies nicht zwingend nötig. Mit der Tunnelsperrung sind nun aber massiv jene Autos in diese Nebenstraßen gedrängt, die den geplanten Umleitungen folgen oder den ungeplanten Ausweichverkehr betreffen.
„Negative Entwicklung des Radverkehrs“ weiterlesenZum Jahreswechsel ein wenig Politik und ein Lob an die Verwaltung
Wir möchten den Jahreswechsel für eine kleine Bilanz nutzen. Dass sich die Sanierung des Tunnels durch juristisches Tauziehen im Zusammenhang mit der Ausschreibung nun leider verzögert und damit auch die nachhaltige Lösung der Verkehrsproblematik, ist sehr bedauerlich. Wenngleich die vor gut einem Jahr auf Basis unseres Arbeitspapiers umgesetzten Maßnahmen für spürbare Entlastung gesorgt haben, gibt es noch einige – teilweise im Sinne des Wortes – Baustellen, die Sorgenkind bleiben. So insbesondere die Sodener und die Heiligendammer Straße. Wir stehen mit der Senatsverwaltung darüber schon in Kontakt. Das führt zunächst einmal zu einem großen Lob: Die Kommunikation mit dem „Verkehrssenat“ funktioniert auf Arbeitsebene sehr gut. Namentlich hier explizit ein Dank an die Herren Dennis Kohllöffel (Projektleitung der Grundinstandsetzung SenMVKU) und Burak Güngör (Verkehrsmanagement SenMVKU), die wohltuend lösungsorientiert und pragmatisch sind. Das schließt ein, sich nicht als Erstes bei jeder Problemstellung als nicht zuständig zu erklären, bis das Gegenteil bewiesen wurde.
„Zum Jahreswechsel ein wenig Politik und ein Lob an die Verwaltung“ weiterlesenEs bröckelt weiter – Brückenprobleme im Kiez Update
Wir haben nicht nur ein Brückenproblem in Berlin. Das lässt sich, egal in welche Himmelsrichtung man blickt, nicht leugnen. Wir haben aber auch mehr als ein Infrastrukturproblem im Kiez. Nicht nur die Brücke am Breitenbachplatz hat das Zeitliche hinter sich. Auch im Norden muss der gesamte Brückenkomplex rund um die Konstanzer Straße, A100, Mecklenburgische Sorgen machen. Diese Brücken, die teilweise noch zum Bund, teilweise dem Land Berlin gehören, sind, wie so viele Brücken in Berlin, etwa ein Jahrgang, weshalb sie jetzt alle recht zeitgleich schlapp machen.
„Es bröckelt weiter – Brückenprobleme im Kiez Update“ weiterlesenAngespannte Lage im Kiez um die Linien 186 und 249 – BVG schickt schwerbehinderte Menschen auf die Sünderbank
Schon vor der Schließung des Tunnels hatte man in einer Bedarfsanalyse festgestellt, dass der Kiez in Bezug auf Busse etwas dürftig angeschlossen ist. Die 186 als „Lebensader“ und Verbindung nach Schmargendorf bzw. zur Schloßstraße ist nicht nur bei Senioren sehr beliebt, um zu Einkaufsmeilen und Ärzten zu kommen. Sie wird auch von vielen Eltern samt Kinderwagen genutzt. Das Limit für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen wird oft genug weit überschritten. Regelmäßig werden diese (auch) im Regen stehengelassen. Auf der 249 geht es ähnlich zu, seit keine Gelenkbusse mehr fahren und dort nur noch 2 Plätze für Rollstühle / Kinderwagen vorhanden sind, die immer voll sind.
Wir haben in der BVV interveniert.
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