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Verkehrs-Brennpunkte im Kiez

Update: Dieses Arbeitspapier ist Grundlage gewesen für Gespräche mit der Verkehrsverwaltung, wie die Problematik in den Griff zu bekommen ist. Seit Herbst 2024 stehen wir in gutem Kontakt zur Arbeitsebene des Senats. Weit gehend sind die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt worden. Dieser Beitrag hat aber an Bedeutung nicht verloren, um die Problematik aufzuzeigen, die nur in Grenze gebessert werden kann, so die Tunnelschließung noch besteht.

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Der Narrativ der menschengerechten Stadt missbraucht – eine Wutrede

Bisher haben wir uns mit Partei bezogenen Äußerungen zurückgehalten. Alleine die Ankündigungen, welche die Grünen jüngst gegenüber der Morgenpost gemacht haben, veranlassen uns jetzt zu dieser Wutrede. Letzter Auslöser, dass uns der Kragen platzt, ist, dass wir als Bürgerinitiative von Anwohnenden die Grünen gerade wiedereinmal zum Gespräch eingeladen haben, um – Achtung – über Verkehrsberuhigung zu reden. Doch diese Einladung ist ebenfalls zum wiederholten Male unbeant­wortet geblieben. Man redet einfach nicht mit uns, noch nie, hat aber sehr wohl weit­reichen­de Vorstellung über unser Wohnumfeld und den Verkehr, den wir zu ertragen haben. Damit sind die Grünen die einzige demokratische Partei, die sich einem Gespräch über den Verkehr hier verweigern!

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Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße – Schlange Kiezblock 1.0

Die Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße, bekannter als die „Schlange“, hat in Teilen ein ziemlich schlechtes Image. Wobei. Was genau das schlechte Image hat, ist eigentlich ziemlich diffus. Das Wohngebäude? Oder eher der „Schlangenbader Tunnel“. Letzteres ist so schlecht, dass es tatsächlich Aktivisten in der Stadt gibt, die ihn abreißen wollen – und das Wohngebäude darüber gleich mit? Als „Fanal der autogerechten Stadt“ wird der Komplex bezeichnet und ist dort ziemlich negativ aufgeladen. Er wird auf die Verkehrsfunktion reduziert und kommt so gar nicht gut weg. Dass dort das Zuhause von rund 3.000 Menschen in 1.752 Wohnungen ist, die möglicherweise in einer Diskussion über Gut und Böse auch ein Wörtchen mitzureden haben; dass es Nachbarn neben und um „die Schlange“ herum gibt, für die dasselbe gilt? Es ist viel Unsinn über dieses Gebäude im Umlauf. Zeit, mal etwas aufzuräumen. Zeit auch, die Angelegenheit etwas differenzierter zu betrachten. Dass die Autobahnüberbauung ein „Fanal der autogerechten Stadt“ sei, ist – sachlich gesehen – Unfug. Dazu zurück zum Anfang.

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Stellungnahme des Tunnel-Sicherheitsbeauftragten

Neben dem Bericht der Feuerwehrübung gehört die Expertise des Tunnelsicherheitsbeauftragten zu den zentralen Dokumenten, welche die Sicherheit des Tunnels beleuchten und in der Folge auch die Frage betreffen, inwieweit ein zumindest temporärer Weiterbetrieb und welchen Bedingungen möglich gewesen wäre oder dieser unmöglich war. In Stellungnahmen des damaligen Senat und solchen aus politischer Seite, weichen deren Darstellungen aus Feuerwehrprotokoll und Bericht des Tunnelbeauftragten voneinander ab. Eine zwingende, alternativlose Notwendigkeit zur sofortigen Schließung hat auch der Sicherheitsbeauftragte nicht gesehen.

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„Machbarkeitsstudie Breitenbachplatz“

Die sogenannte „Machbarkeitsstudie Breitenbachplatz“ (eigentlich Verkehrs- und Machbarkeitsuntersuchung Breitenbachplatz) aus 2021 ist neben dem Bericht zur Feuerwehrübung und der Stellungnahme des Tunnelsicherheitsbeauftragten DAS zentrale Dokument des politischen Diskurses um den Komplex Breitenbachplatz und Schlangenbader Tunnel. Dieses Dokument, das in der Langversion überhaupt nicht veröffentlicht wurde und öffentlich nur in einer Kurzfassung zur Verfügung steht, hat die öffentliche Wahrnehmung maßgeblich geprägt. Spannend wie erschreckend: Ziel der Untersuchung war die Entwicklung des Breitenbachplatz in Bezug auf den Brückenabriss. Um den Tunnel ging es laut Untersuchungsauftrag des Abgeordnetenhauses nicht! Gleichwohl ist in den Köpfen vieler Menschen und anteilig noch mehr Politikern festgesetzt: ‚Eine Sperrung des Tunnels ist machbar‘. Tatsächlich hat die Untersuchung eigentlich das Gegenteil ergeben. Unter dem Gesichtspunkt könnte man die Kampagne rund um dieses Dokument als eine brillante politische PR-Kampagne bezeichnen. Hinzukommt, dass zahlreiche Politiker über das Ergebnis abgestimmt haben, ohne die Studie inhaltlich zu kennen.

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Der Breitenbachplatz – historischer Verkehrsknotenpunkt

Die Situation rund um den Schlangenbader Tunnel ist schon aus baulichen Gründen eng verknüpft mit der Brücke am Breitenbachplatz. Damit besteht auch eine enge Verknüpfung zur stadtplanerischen Entwicklung und Neugestaltung des Platzes, die in den kommenden Jahren anstehen soll und schon seit einigen Jahren Teil des gesellschaftlichen wie politischen Diskurses ist. Bisher wurde dieser Diskurs maßgeblich unter der Perspektive geführt, dass die Umgestaltung des Platzes zu allererst eine Angelegenheit ist, welche die Anwohnenden des Platzes und bestenfalls noch jene der Schildhornstraße etwas angeht. Tatsächlich ist der Breitenbachplatz aber Verkehrsknotenpunkt mehrerer Verbindungsstraßen übergeordneter Bedeutung. Als solcher haben Veränderungen am Platz selbst und unmittelbar um den Platz herum gravierende Auswirkungen nicht nur für den Platz und die örtlichen Gegebenheiten, sondern weit darüber hinaus.

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Sanierung des Schlangenbader Tunnels verzögert sich weiter

„Sanierung in gefährliche Schieflage geraten“: Maroder Autobahntunnel in Berlin-Wilmersdorf bleibt noch lange gesperrt

Mehr als drei Jahre nach der Sperrung ist weiter offen, wann die Unterführung an der Schlangenbader Straße in Wilmersdorf saniert wird. Der Senat nennt keinen Zeitplan.“

19.06.2026 Tagesspiegel