Die Morgenpost hat in Ihrer Reihe Themen zur Wahl bei den demokratischen Parteien angefragt, wie diese zum Tunnel stehen. Bedauerlicherweise habe nicht alle direkt auf die Fragen geantwortet.
Wer sich geäußert hat, sind die Linken, welche die Verkehrsbelastung für die Anwohnenden erfreulicherweise als „real“ werten. Etwas, das keinesfalls selbstverständlich ist. Das ist Ausgangspunkt für eine Wiedereröffnung einer oder beider Röhren, die in optional verschiedenen Verkehrsfunktionen in Aussicht gestellt wird.
Die Grünen dagegen positionieren sich eindeutig gegen eine Wiedereröffnung und gegen eine Sanierung. Sie „erklären ausdrücklich, das Projekt sei nicht gesetzt. Sie fordern eine dauerhafte Schließung, lehnen die millionenschwere Sanierung ab und wollen stattdessen den Kiez neu gestalten. Geld solle eher in Busse, Bahnen und Verkehrsberuhigung fließen. „Dass Vergaben erst nach der Wahl erfolgen sollen, macht deutlich, dass die nächste Landesregierung darüber entscheiden wird, ob und in welcher Form das Vorhaben umgesetzt wird“, teilt der Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat der Grünen Partei, Werner Graf, mit.“
Was das heißt, dazu nehmen wir separat Stellung, weil hier unser Kragen platzt. Schön gestalten wollen die Grünen nur den Breitenbachplatz, völlig egal was das für die umliegenden Anwohnenden heißt. Darüber hinaus gehören sie neben der SPD zu den Parteien, die ziemlich konsequent die Verkehrsbelastung negieren.
CDU und FDP befürworten aus unterschiedlichen Gründen die Wiedereröffnung.
In dem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere Zusammenstellung aller Anfragen, die es im Zusammenhang mit Tunnel und Breitenbachplatz in den beiden BVVen Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf sowie im Abgeordnetenhaus gegeben hat. Das kann auch als Orientierungshilfe dienen, wo die Parteien stehen, inwieweit sie die Verkehrsbelastung überhaupt ernst nehmen, was als Problem und was als Lösung definiert wird.
Artikel vom 01.09.2026 Morgenpost
Als Beitragsbild haben wir uns für das Straßennetz 1928 entschieden. Der Breitenbachplatz ist schon vor 100 Jahren als Verkehrsknotenpunkt für 11 (!) Straßen gebaut und die Stadt drum herum entwickelt worden. Wer das anders haben will, muss sich zuerst über das Thema Mobilität Gedanken machen.
Ein Gedanke zu „Politische Positionen zur Tunnelfrage“