Der Schlangenbader Tunnel ist auch ein Politikum. Das war er bereits vor der Sperrung und hat diese, so wie sie gelaufen ist, mit beeinflusst. Ein großes Problem: der gesamte Komplex wird reduziert auf den Tunnel. Dabei wird die Autobahnüberbauung, die zu allererst Wohngebäude ist und damit Zuhause von rund 3.500 Menschen, auf die Verkehrsfunktion des Bauwerks reduziert. Ausgeblendet wird damit die Belastung durch Lärm- und Feinstaub, aber auch die Belastung als Verkehrsteilnehmende, die sich unmittelbar in ihrem Kiezt auf dem Weg zu Schule, Kita, Einkaufen, etc. in der Nachbarschaft überwiegend zu Fuß bewegen. Die Diskussion ist auch davon geprägt, dass es eine recht große Bezirks- und parteiübergreifende Fraktion gibt, für welche die Anwohnenden im Kiez rund um „die Schlange“ und deren Belastung gar nicht relevant sind.
Stattdessen wird in dieser Hinsicht ausschließlich der Fokus gerichtet auf eine relativ kleine Gruppe am südlichen Tunnelausgang. Eingeschlossen auch, dass man sich für die Anwohnenden im eigenen Bezirk nicht interessiert, dafür aber für die im Nachbarbezirk. Es ist immer noch erschreckend, wie groß das Desinteresse vieler politischer Protagonisten an den Anwohnenden neben und nördlich „der Schlange“ ist.
Hier sind alle Anfragen demokratischer Parteien aufgelistet, die seit der Tunnelsperrung auf Bezirks- und Landesebene gestellt wurden und die wir direkt oder indirekt der Tunnelsperrung und der Verkehrsproblematik zuordnen konnten. Eingeschlossen auch Einwohnerfragen zum Thema. Interessant für die belasteten Anwohnenden, welche Tenor die Anfragen haben.
Wird die Belastung für die Anwohnenden ernst genommen oder wird sie negiert? Interessiert die Belastung überhaupt?
Hier auch häufige Anfragen, welche die Ergebnisse der Verkehrszählung in Frage stellen.
Bei welchen Anfragen geht es um die Anwohnenden in Charlottenburg-Wilmersdorf, bei welchen um die in Steglitz-Zehlendorf / Breitenbachplatz
Welche Anfragen beschäftigen sich mit vulnerablen Gruppen wie Kinder, ältere und schwerbehinderte Anwohnende?
Anfragen Abgeordnetenhaus seit 2021
BVV Charlottenburg Wilmersdorf
| Heyne FDP | Sanierungstand Tunnel | 09/2025 |
| Kempf Grüne | Entwicklung Breitenbachplatz | 07/2024 |
| Recke-Friedrich FDP | Wechselseitige Sanierung Tunnelröhren | 05/2024 |
| Kempf Grüne | Umwege optimieren | 08/2024 |
| Gronde-Brunner Linke | Verkehrsberuhigung Breitenbachplatz | 04/2024 |
| Tillinger SPD | Gestaltung Breitenbachplatz | 10/2023 |
| Vandrey Grüne | Verkehrsberuhigung Breitenbachplatz | 10/2018 |
Einwohneranfragen BVV Charlottenburg-Wilmersdorf rund um die Verkehrsproblematik im Kiez
BVV Steglitz-Zehlendorf
| Buchta SPD | Chancen Nutzen – Brückenpicknick | 03/2024 |
| Egginger-Gonzales Die Linke | Kunst statt graue Betonsäulen | 03/2024 |
| Fraktionsübergreifend | Geschäftsviertel Schloßstraße nicht abhängen.* | 12/2024 |
*Anmerkung: Diesen Dringlichkeitsantrag haben wir aufgenommen, obwohl er auf den ersten Blick nichts mit der Tunnelsperrung zu tun hat. Tatsächlich betrifft er aber die hier schon besprochene Belastung einiger Buslinien. Auffällig ist, dass man sich in der BVV um den Gewerbetreibenden und das Weihnachtsgeschäft sorgt. Die drastischen Auswirkungen auf Menschen mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen werden nicht einmal erwähnt.