„Ideologie, Dummheit, Arroganz oder Verbrechen“ – aus Konstruktiv 2023/03

Zur Sperrung des Tunnels Schlangenbader Straße

30-Tonner steckt an Kreuzung Sylter Straße fest

Medial relativ unbemerkt ruft eine verkehrspolitische Entscheidung der Vorgängerregierungen in Berlin bei einigen tausend Anwohnern Unmut und Empörung hervor. Als Betroffener stelle ich mir die Frage: “War es reine Ideologie, Unvernunft, Arroganz oder gegenüber dem Volkseigentum ein Verbrechen, das die Vorgängerregierungen dazu veranlasst hat, die ehemalige Bundesautobahn zwischen Mecklenburgischer Straße und Breitenbachplatz als Autobahn entwidmen zu lassen und die Sperrung des Schlangenbader Straßen- Autobahntunnels in die Wege zu leiten?”

Im Gegensatz zu vielen zugereisten Berlinern, die hieran wohl auch mitgewirkt haben, ist mir die Entwicklung in dem Gebiet um den Breitenbachplatz, von der Laubacher Straße bis zur Mecklenburgischen Straße und vom Breitenbachplatz bis zum Heidelberger Platz, seit meiner Jugend sehr bewusst. Ich bin hier aufgewachsen, lebe heute noch hier und habe die ganze Situation auch noch vor der Schlangenbader Straßenbebauung sehr bewusst erlebt. Ich habe mich auch sehr mit der geschichtlichen Entwicklung und städtebaulichen Entwicklung in diesem Bereich auseinandergesetzt. Meiner Ansicht nach ist eine Zukunftsplanung ohne Betrachtung der Vergangenheit nicht möglich.

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Aktion: Kinder machen Radau – mit Sicherheit IST ABGESAGT

Wir wollten ein Zeichen setzen für sichere Schulwege: Eine Menschenkette mit ganz viel Radau und Lärm, um auf die prekäre Verkehrslage in unserem Kiez aufmerksam zu machen!

Womit wir allerdings nicht gerechnet haben, ist das politische Klima, mit dem unsere Aktion konfrontiert wurde. Öffentliche Träger haben Bedenken bezüglich einer offiziellen Teilnahme geäußert. Manche wollten damit kreativ umgehen, weil Ihnen die Sache wichtig ist. Andere waren eher zögerlich. Letztlich hat sich herausgestellt, dass die Schulaufsicht Charlottenburg-Wilmersdorf gegen die Aktion interveniert und die Teilnahme offiziell als Schulpflichtverletzung wertet. Damit befinden wir uns in einem potenziell bußgeldbewehrten Bereich und in hoher Eskalationsstufe.

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Rund 100.000 € Bußgeld und 100 Monate Fahrverbot pro Tag

Ein Nebenergebnis der von der Bürgerinitiative rund um das zweite Juliwochenende durchgeführten Verkehrszählung ist, dass unsere Zählenden Verkehrsverstöße protokollieren sollten, so die Zählung dies zuließ. Überschlägig kommt man auf rund 20.000 € Bußgeld – pro Stunde (!), die nur in drei Straßenzügen anfallen. Darin sind manche Verstöße – wie die zahlreichen zwar sichtbaren, aber ohne entsprechendes Gerät nicht messbaren, Geschwindigkeitsverstöße – gar nicht enthalten. Ebensowenig wie Handyverstöße, die nicht unmittelbar mit der Verkehrssituation zu tun haben. Wobei sich auch hier durch Beeinträchtigung der Konzentration die Gefahrenlage für Anwohner und insbesondere besonders vulnerable Gruppen ungemein erhöht.

Wie wir auf die 20.000 € Bußgeld pro Stunde kommen:

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Verkehrszählung mit dramatischen Zahlen

Wir haben als Bürgerinitiative an einigen besonders betroffenen Verkehrsknotenpunkten eine Verkehrszählung durchgeführt. Auch wenn diese nicht als offizielle Zählung akzeptiert werden wird, haben wir von unserer Seite aus uns strikt an die offiziellen Vorgaben solcher Verkehrszählungen gehalten. Die Zahlen sind beeindruckend!

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Unfall mit Personenschaden

Nachdem es vergangene Woche bereits einen kleineren Unfall mit Personenschaden gab (Auto gegen Rollstuhlfahrerin), kam es gestern zu einem schwerwiegenderen Unfall zwischen einer Radfahrerin und einem Leihroller-Fahrer auf dem so genannten Radweg(gebilde) an der Wiesbadener Straße. Rettungswagen und Polizei waren vor Ort. Die Fahrradfahrerin musste ins Krankenhaus.

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Ein Geisterfahrer? Hunderte

In welchem Ausmaß Verkehrsregeln im Umfeld des Schlangenbader Tunnels nach dessen Sperrung missachtet werden, ist schwer vorstellbar, wenn man es nicht selbst erlebt hat. So schlimm genug Geschwindigkeitsverstöße grundsätzlich sind und dies ganz besonders vor Kindergärten, Schulen, Senioreneinrichtungen. So fassungslos kann einen machen, wenn hundete Bürger falsch herum in Einbahnstraßen fahren und dabei nicht nur deutlich sichtbare Schilder ignorieren. Es wurden Barrieren aufgestellt, die zu umfahren nicht aus Versehen passieren kann! Diese werden teilweise sogar aus dem Weg geräumt und auf den Bürgersteig geschmissen. (Um von Anwohnern wieder aufgestellt zu werden) Mehrere Zählungen von Anwohner haben 1-2 Verstöße pro Minute ergeben! Das sind mehrere hundert Verstöße pro Tag.

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